Die Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission fasst die Ergebnisse des UNESCO-Weltbildungsberichts 2026 zusammen, der den weltweiten Zugang zu Bildung und Chancengerechtigkeit untersucht.
Der Bericht zeigt, dass trotz langfristiger Fortschritte weiterhin große Ungleichheiten beim Bildungszugang bestehen und besonders Kinder und Jugendliche in Krisenregionen sowie benachteiligte Gruppen betroffen sind.
– datenbasierter internationaler Bericht mit globaler Perspektive – Fokus auf Bildungszugang, soziale Ungleichheit, Finanzierung von Bildungssystemen und strukturelle Benachteiligungen – Teil des jährlich erscheinenden UNESCO-Weltbildungsberichts; deutsche Kurzfassung wird von der Deutschen UNESCO-Kommission veröffentlicht.
Den Beitrag findet ihr bei der Deutschen UNESCO-Kommission.

Ausführlicher Inhalt
Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2026 mit dem Titel „Access and Equity“ („Zugang und Chancengerechtigkeit“) untersucht den weltweiten Stand der Bildung und analysiert, inwiefern das Nachhaltigkeitsziel 4 der Vereinten Nationen – inklusive, gerechte und hochwertige Bildung für alle – erreicht wird. Die Deutsche UNESCO-Kommission stellt die zentralen Ergebnisse des Berichts vor.
Der Bericht zeigt, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen ohne Zugang zu Bildung weltweit weiter gestiegen ist. Insgesamt haben inzwischen 273 Millionen Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit, regelmäßig eine Schule zu besuchen. Weltweit ist damit etwa jedes sechste Kind von Bildungszugang ausgeschlossen; nur rund zwei von drei Jugendlichen schließen die Sekundarschule ab. Als zentrale Ursachen nennt die UNESCO unter anderem Bevölkerungswachstum, bewaffnete Konflikte, Krisen und sinkende öffentliche Bildungsausgaben.
Besonders betroffen sind Regionen, in denen politische Instabilität oder Konflikte den Schulbesuch erschweren. Gleichzeitig verweist der Bericht darauf, dass Fortschritte möglich sind: Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Schüler:innen in Primar- und Sekundarschulen weltweit deutlich gestiegen. Die UNESCO betont jedoch, dass einzelne Maßnahmen nicht ausreichen, um Bildungsungleichheiten abzubauen. Erforderlich seien langfristige politische Strategien, die benachteiligte Gruppen gezielt erreichen und Bildungssysteme gerechter finanzieren.
Die Deutsche UNESCO-Kommission ordnet die Ergebnisse auch für Deutschland ein. Sie verweist darauf, dass weiterhin ein Teil der Jugendlichen keinen Abschluss der Sekundarstufe II oder keinen Berufsabschluss erreicht und dass Bildungsbenachteiligungen frühzeitig reduziert werden müssen. Als Beispiel für gezielte Förderung wird unter anderem das „Startchancen-Programm“ genannt, das Schulen mit besonderen Herausforderungen unterstützt.
Der UNESCO-Weltbildungsbericht erscheint regelmäßig und dient der internationalen Bestandsaufnahme von Bildungsfortschritten und bestehenden Ungleichheiten. Er verbindet statistische Analysen mit politischen Empfehlungen zur Gestaltung gerechterer Bildungssysteme.