Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland
| FGZ, Prof. Dr. Gert Pickel & Dr. Anne-Linda Amira Augustin

FGZ | Rassismus in deutschen Behörden zeigt sich selten in offenen Anfeindungen – er steckt in Routinen, Entscheidungsspielräumen und in der Organisationskultur. Wie genau er in den Institutionen selbst wirkt, fortgeschrieben und geahndet wird, war bislang kaum empirisch untersucht. Für die am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) angesiedelte Studie „Institutionen und Rassismus“ (InRa) erhielten Wissenschaftler:innen an zehn Forschungsstandorten erstmals in großem Umfang Zugang zu staatlichen Institutionen: Über drei Jahre untersuchten sie Rassismus in Jobcentern, Ausländerbehörden, bei Polizei und Zoll, in Justiz, Gesundheits‑, Jugend- und Ordnungsämtern sowie in der Sozialen Arbeit. Zu ihren zentralen Befunden zählt, dass rassistische Diskriminierung in allen Institutionentypen nachweisbar ist – allerdings in unterschiedlicher Form und Intensität. Eine Beschäftigtenbefragung ergab: Im Vergleich mit der Bevölkerung weisen die Behörden kein einheitlich erhöhtes Ausmaß ethnisch diskriminierender Einstellungen auf.

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